Zu viel Gänsekeule. Zu viele Plätzchen. Zu viel Champagner. Die Schlemmerkilos nach Weihnachten schleppt man als Laster mit hinüber ins neue Jahr. Nichts aus den Sünden gelernt, versucht man sich kurz darauf dennoch im Supermarkt mit einer Tiefkühlpizza an Magazin- und Zeitschriftenregalen vorbei zu schleichen. Erfolglos. Erschlagen von Titelblättern mit motivierenden Versprechen für eine Traumfigur, wird man nahezu dazu genötigt gegen die Speckröllchen anzukämpfen, (an die man sich doch gerade erst gewöhnt hat!) und verfällt dem Marketing von Brigitte und Co.. Die Vorsätze für das Jahr stehen auf einmal in dicken Buchstaben vor einem. Und das schlechte Gewissen ist wieder da.
Wunschgewicht nach Zauberformel: Zwei Wege im Test
Endlich wieder in die Lieblingsjeans passen! Nach den Feiertagen ist das wohl das erste Ziel, was die meisten anstreben. Doch muss das sein? Und wie gut sind die Tipps und Tricks der Medien wirklich? Im Vergleich testen wir zwei Wege zum Wunschgewicht.
Detox-Diät aus der neuen Freundin
Das Magazin Freundin (Ausgabe 2/2012 Mo, 2.1.2012) bietet dazu die neue „Detox-Diät“: Entgiften, abnehmen und endlich wieder mehr Energie haben! Schön und sexy ins Frühjahr – so heißt es. Mit einem 16-tägigen Diätprogramm soll Energie getankt und dabei sogar abgenommen werden ohne den Jo-Jo-Effekt zu riskieren. „Schlank, fit und schön“ klingt vielversprechend und ist einen Versuch wert – dachten wir uns! Auf überschaubaren zehn Seiten wird der Speiseplan präsentiert: zwei Fastentage, eine Detox-Woche (mit überwiegend basischen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse) sowie einer abschließenden Aufbau-Woche. Das Geheimnis der Detox-Diät ist die Entgiftung. Zucker- und eiweißreiche Ernährung übersäuern den Körper. Als Laie hört sich das vielleicht paradox an, aber tatsächlich lässt es den Stoffwechsel träge werden, denn Zucker und Fett belasten die Entgiftungsorgane. Tabus während der Diät sind daher neben jedem Süßem auch: Kaffee, Zigaretten, Alkohol und Stress. Denn sonst kullern die Pfunde nicht! Ans Herz gelegt werden statt dessen Tee mit Bitterkräutern als Hungerbremse, seltsame Schnuppertricks und 2-3 Liter Wasser am Tag für den Organismus. Auf ausreichend Schlaf muss besonders geachtet werden. Sport ist Mord. Alles was erlaubt ist, ist eine Detox-Gymnastik am Morgen (sprich eine Kerze im Bett) und ein Sport-Softprogramm. Sport, der außer Atem bringt, ist tabu, denn das übersäuert ebenfalls den Körper. Täglich 30 bis 40 Minuten walken oder locker joggen ist besser, regt die Fettverbrennung an und fördert die innere Reinigung, weil die Entgiftungsorgane (Haut, Leber, Nieren) gut durchblutet werden. Tipps, wie man das Wunschgewicht anschließend auch halten kann, runden das Konzept ab.
Fünf Moves aus der neuen SHAPE
Der „Sport-Muffel-Diät“ sei ein Sportplan der SHAPE (Ausgabe 1/2012) gegenübergestellt, der gleichermaßen verspricht in nur zwei Wochen (wieder) schlank zu werden. Das Geheimnis des Rezepts einer guten Figur liegt in nur fünf Moves: Mit nur 15 Minuten täglich soll der Körper mit Hilfe von nur fünf Übungen trainiert, der Bauch flach, die Beine straff und der Po knackig geformt werden. Die Zauberformel heißt Functional Training. Muskelketten, das bedeutet mehrere Muskeln, sollen gleichzeitig aktiviert werden. Das erscheint zeitsparend und ist deshalb mit in unseren Testbericht gewählt worden. Schneller geht’s nicht den Kilos auf dem Sprung zu sein. Und das Beste: Schlemmen und Naschen ist erlaubt! Demnach wohl ein Mini-Workout mit Maxierfolgen. Zumindest das Covergirl im Bikini weckt Hoffnungen.
Ob die beiden dargestellten Diät- und Fitnesspläne wirklich das halten, was sie versprechen, erfahrt Ihr in zwei Wochen in einer Tagebuch-Reportage von uns:
Franziska Drescher und Regina Ring.