Der Besuch einer öffentlichen Toilette hält meist nur wenige angenehme Überraschungen für uns bereit. Üble Gerüche, der Schmutz zahlloser Besucher und grelles Neonlicht empfangen uns schon an der Eingangstür und lassen sich oft nur mit der Aussicht auf Erleichterung ertragen. Was muss, das muss… Mit ein wenig Glück können Besucher aber auch schöne Überraschungen entdecken: Klopoesie, das sind kleine Wortkunstwerke, die die stillen Örtchen zu einem etwas besseren Ort machen. Weiterlesen
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Bonn literarisch, Teil II: Vom seltsamen Wesen Alraune und seinem Schöpfer Hanns Heinz Ewers
„Wie willst du leugnen, liebe Freundin, dass es Wesen gibt ‒ keine Menschen, keine Tiere ‒ seltsame Wesen, die aus der verruchten Lust absurder Gedanken entsprangen?“
Mit diesen Worten beginnt Hanns Heinz Ewers seinen skandal-trächtigen Roman „Alraune“. Das Buch aus dem Jahr 1911 brach Verkaufsrekorde, wurde in über 20 Sprachen übersetzt und mehrmals verfilmt – ein Bestseller seiner Zeit. Doch nicht nur das: „Alraune“ zählt auch zu den bedeutendsten Bonn-Romanen, die die Literatur hervorgebracht hat. Weiterlesen
Kulinarisches Rheinland, Teil I: Zeig’ mir, wie du kochst und ich sag’ dir, wer du bist
Wenn wir im Urlaub ferne Länder bereisen, fremde Menschen und Kulturen kennenlernen wollen, probieren wir vor Ort die landestypische Küche. Die Art und Weise, wie Menschen auf der ganzen Welt ihre Mahlzeiten zubereiten, welche Zutaten und Gewürze sie verwenden, welche Speisen sie gerne mögen und welche nicht – all das kann uns ungemein viel über ihr Leben verraten. Warum sollte das nicht auch direkt vor unserer Haustür funktionieren? Zwischen mobilen Crèpe-Ständen, Wok-Imbissen und den Pappschachtelmahlzeiten der großen Fast-Food-Ketten stolpert man vielleicht nicht unmittelbar über die kulinarischen Spezialitäten der Rheinländer. Aber irgendwo darunter muss er doch verborgen liegen, der ganz eigene Geschmack des Rheinlands. Als Zugezogene habe ich mich auf seine Fährte begeben, um die kulinarischen Schätze zwischen Köln, Bonn und Düsseldorf aufzuspüren. Ich will wissen, wie der Rheinländer is(s)t! Weiterlesen
200-Zoll-Bildschirm, virtuelles Klassenzimmer und Ferndiagnose – Ein Gedankenspiel.
7. November 2021, eine Stadt in Deutschland, früh am Morgen. Der 200-Zoll-Plasma-Bildschirm im Kinderzimmer leuchtet hell auf. Von schrillem Klingeln begleitet erscheint die Mutter im Bild. “Jonathan, Zeit zum Aufstehen! In der Küche steht schon dein Frühstück bereit, dein Pausenbrot liegt auch auf dem Tisch. Heute Abend wird es bei mir später, aber zum Abendessen können wir uns ja kurz sehen. Viel Spaß in der Schule!”, flötet die wohlbekannte Stimme der Mutter aus den Lautsprechern. Weiterlesen

