Bonner Wohnungsmarkt – die Hölle, oder gibt es doch noch Hoffnung?

Besonders zum Semesterbeginn suchen viele Studenten nach einer Wohnung in Bonn. Aus diesem Anlass haben wir mit dem Studenten Christopher gesprochen, der vor kurzem auf Wohnungssuche war und fündig geworden ist.

von: Janine Loureiro Weiterlesen

Spotted Uni Bonn – share the love

Spotted: Uni Bonn- share the love

Unbenannt 3

Jeder kennt die Situation, du siehst jemanden, der dich umhaut und doch erlauben es die Umstände nicht denjenigen anzusprechen, sei es, weil der oder diejenige in einem anderen Bus sitzt oder die eigene Schüchternheit überwiegt. Der Bus fährt ab und aus der Traum? Muss nicht mehr sein, dachte sich Darius Torabian. Der Student der Rechtswissenschaft traf im Dezember zufällig auf die Spotted- Seite der Uni Library Glasgow und dachte sich gleich, dass die Uni Bonn dies auch braucht. So weit so gut aber wie funktioniert das eigentlich?

Das Prinzip ist simpel und birgt den Vorteil Anonymität. Die suchende Person schreibt Darius eine Nachricht bei Spotted: Uni Bonn mit der persönlichen Geschichte. Dabei gilt je ausführlicher die Beschreibung, desto größer sind die Wahrscheinlichkeiten, dass sich jemand wieder erkennt. Darius postet die Geschichte anonym als „Spotted: Uni Bonn“. Sobald sich jemand meldet, leitet Darius dies weiter. Während des ganzen Prozesses kann sowohl der Gesuchte als auch der Suchende anonym bleiben und selber entscheiden, wann und ob sie überhaupt ihre Identität preisgeben wollen.
15-20 solcher Nachrichten bekommt Darius am Tag. Beleidigende Nachrichten bleiben unveröffentlicht.

Share the Love

Getreu nach dem Motto „Share the Love“ betreut Darius mit viel Aufwand die facebook-Seite. Ein „Dankeschön“ genügt ihm als Lohn.
Ob er schon erfolgreich Pärchen zusammengebracht hat, weiß Darius nicht, trotzdem hofft er weiterhin auf viele Like´s, denn die Gemeinschaft trägt erheblich am Erfolg bei Spotted bei.
Zur Zeit hat Spotted: Uni Bonn 5.103 Like´s.

Weiblicher Anteil sehr hoch

Klickt man sich durch Einträge, dann fällt auf, dass es nicht nur eine Fundgrube für verlorene Herzen ist, sondern mittlerweile auch für verlorene Gegenstände. Die Plattform unterstützt also Suchende jeder Art und teilt nicht nur Liebe sondern auch Hilfsbereitschaft.
Auffällig ist außerdem, dass der weibliche Anteil sehr hoch ist, dies ist bei „normalen“ Partnerschaftsbörsen anders.

Spotted: Bonn

In Anlehnung an Spotted: Uni Bonn, gibt es mittlerweile aus Spotted: Bonn, von den drei Studenten André Sommer, Giovanni Maccaferri und Matus Fiala, kurz nach Spotted: Uni Bonn ins Leben gerufen. „Man verliebt sich ja nicht nur an der Uni, sondern auch in der Schule, beim Einkaufen oder beim feiern“, erklärt Sammler. Mittlerweile gibt es sogar die „spotted.com“- Seite, ein Zusammenschluss von etwa 50 Spotted- Seiten. Auch andere Unis folgen dem Trend und haben mittlerweile eigene Spotted- Seiten.

Köln: Die Partymetropole

Es ist Samstagabend und du willst etwas unternehmen? Dieses Mal willst du nicht in Bonn bleiben und damit die Routine durchbrechen. Dann solltest du dich für Köln entscheiden, wo immer was los und der Spaß garantiert ist. Köln ist eine der größten Studentenstädte Deutschlands und außerdem weit über ihre Grenzen hinaus als Partymetropole bekannt. Vor allem am Wochenende reisen junge Leute aus der Umgebung zum Feiern an. Dann stellt sich die Frage: wohin genau soll man gehen? Weiterlesen

„Wer sich nicht von mir malen lässt, ist weder ein Bonner, noch ein Rheinländer“

Ich sitze mit ein paar Freunden im „James Joyce“, einem Irish Pub in Bonn. Wir warten. Auf wen? Jan Loh, besser bekannt unter seinem Künstlernamen der ihm von seiner Fangemeinde verliehen wurde: Der alle-mal-malen-Mann. Gegen 23:00 Uhr betritt Loh die Gastronomie. Er geht von Tisch zu Tisch und bietet mit dem Satz: „Alle mal malen hier?“ seine Bleistiftzeichnungen für ein geringes Symbolentgelt an. Weiterlesen

„Danke, wie melden uns“ – Wohnungssuche im Speed-Dating Verfahren

Ein zerstreutes „Hey, bist du der zehn-nach-vier-Termin?“ erwartet mich, als ich keuchend die vierte Treppe hochsteige und mein atemloses „Ja, genau“ bringt mich um den Witz über die unfassbar vielen Stufen, den ich mir während des Treppensteigens eigentlich überlegt hatte, um die Stimmung aufzulockern – und in Erinnerung zu bleiben. Weiterlesen

Studieren mit Basis

Die Bologna-Reform und die neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengänge machten auch an der Universität Bonn ein neues elektronisches Erfassungssystem erforderlich. In diesem Jahr feiert BASIS, das zentrale Studiumsverwaltungssystem der Universität Bonn sein fünfjähriges Bestehen.

Von Daria Driefer

Es sollte alles einfacher werden. Das Bonner Aktuelle Studien Informationssystem, kurz BASIS wurde 2008 eingeführt, um den mehr als 30.000 Studierenden der Universität Bonn die Verwaltung ihres Studiums zu erleichtern. 

Im Zuge der europäischen Bologna-Reform wurden an allen deutschen Hochschulen neue Studiengänge eingeführt. Durch ein einheitliches System von Credit Points und die Modularisierung der Fächer sollten Studienleistungen vergleichbar werden. Schnell stellte sich heraus, dass solch ein Vorhaben nicht ohne enormen bürokratischen Aufwand zu bewerkstelligen ist.

Die Universität Bonn entwickelte deshalb BASIS als Grundlage für die elektronische Erfassung aller Studienleistungen. Dort können und müssen sich alle Studierenden für Lehrveranstaltungen und Prüfungen anmelden. Zudem lassen sich Stundenpläne erstellen und Studieninhalte recherchieren.

In jedem Semester gibt es festgelegte Fristen, innerhalb derer die Studierenden ihre Seminare, Vorlesungen und Prüfungen online anmelden müssen. Zwar gibt es auch eine Nachbelegungsphase, in der die tatsächlich besuchten Lehrveranstaltungen angemeldet werden können. Können Studierende diese aus welchen Gründen auch immer jedoch nicht wahrnehmen, werden auch keinerlei Leistungen erfasst. Selbst wenn die Veranstaltung in der Realität besucht wurde, gilt sie als nicht absolviert, solange sie nicht bei BASIS eingetragen wurde. Dies gilt auch für Prüfungsleistungen. Nebenabsprachen zwischen Dozierenden und Studierenden, beispielsweise zur Abgabefrist von Hausarbeiten oder bei Überschneidungen von Seminaren, können von BASIS nicht erfasst werden. Besondere Prüfungsleistungen kennt das System nicht.

Auch nach fünf Jahren seit der Einführung von BASIS sind Professor_innen, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und Fachbeauftragte regelmäßig überfordert, sobald es geringe Abweichungen im Studienverlauf gibt. Wer sich an deutschen Hochschulen auskennt, weiß, dass Abweichungen eher die Regel und keine Ausnahmen sind.

Die aus der Bürokratisierung resultierende Überforderung bleibt letztlich an den Studierenden hängen, die für die Beseitigung von Fehlern in ihrem BASIS-Profil selbst verantwortlich sind.

Dann beginnt die schwierige Suche nach Verantwortlichen, an deren Ende immer der Gang zum Prüfungsamt steht. Zumindest an der Philosophischen Fakultät dauert aufgrund von Personalmangel eine Bearbeitung Wochen und Monate. Dann hat das nächste Semester längst begonnen und BASIS stellt die Studierenden vor neue Probleme.

Finanziert wurde die Entwicklung von BASIS aus Studienbeiträgen. Für die Studierenden bleibt zu hoffen, dass sich ihre Beiträge in einem Punkt gelohnt haben: Absolventen und Absolventinnen der Universität Bonn haben nicht nur eine akademische Ausbildung, sondern sind mit Sicherheit auch Master of BASIS-Administration.