Studentenjobs – Wer suchet, der findet?

Die Miete, die Versicherungen, die Handyrechnung, Internet- und Fernsehanschluss, das Essen, ab und zu mal Feiern gehen und nicht zu Letzt der, jedes Semester wieder fällige, Studienbeitrag – alles das muss finanziert werden. Wer als Student nicht mehr zu Hause wohnt merkt schnell, dass das Kindergeld allein für die Deckung der Unkosten nicht ausreicht. Dem Bonner Studenten stehen viele Angebote zur Beschaffung eines Studentenjobs zur Verfügung. Die wichtigsten folgen hier im Überblick. Weiterlesen

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Studieren mit Basis

Die Bologna-Reform und die neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengänge machten auch an der Universität Bonn ein neues elektronisches Erfassungssystem erforderlich. In diesem Jahr feiert BASIS, das zentrale Studiumsverwaltungssystem der Universität Bonn sein fünfjähriges Bestehen.

Von Daria Driefer

Es sollte alles einfacher werden. Das Bonner Aktuelle Studien Informationssystem, kurz BASIS wurde 2008 eingeführt, um den mehr als 30.000 Studierenden der Universität Bonn die Verwaltung ihres Studiums zu erleichtern. 

Im Zuge der europäischen Bologna-Reform wurden an allen deutschen Hochschulen neue Studiengänge eingeführt. Durch ein einheitliches System von Credit Points und die Modularisierung der Fächer sollten Studienleistungen vergleichbar werden. Schnell stellte sich heraus, dass solch ein Vorhaben nicht ohne enormen bürokratischen Aufwand zu bewerkstelligen ist.

Die Universität Bonn entwickelte deshalb BASIS als Grundlage für die elektronische Erfassung aller Studienleistungen. Dort können und müssen sich alle Studierenden für Lehrveranstaltungen und Prüfungen anmelden. Zudem lassen sich Stundenpläne erstellen und Studieninhalte recherchieren.

In jedem Semester gibt es festgelegte Fristen, innerhalb derer die Studierenden ihre Seminare, Vorlesungen und Prüfungen online anmelden müssen. Zwar gibt es auch eine Nachbelegungsphase, in der die tatsächlich besuchten Lehrveranstaltungen angemeldet werden können. Können Studierende diese aus welchen Gründen auch immer jedoch nicht wahrnehmen, werden auch keinerlei Leistungen erfasst. Selbst wenn die Veranstaltung in der Realität besucht wurde, gilt sie als nicht absolviert, solange sie nicht bei BASIS eingetragen wurde. Dies gilt auch für Prüfungsleistungen. Nebenabsprachen zwischen Dozierenden und Studierenden, beispielsweise zur Abgabefrist von Hausarbeiten oder bei Überschneidungen von Seminaren, können von BASIS nicht erfasst werden. Besondere Prüfungsleistungen kennt das System nicht.

Auch nach fünf Jahren seit der Einführung von BASIS sind Professor_innen, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und Fachbeauftragte regelmäßig überfordert, sobald es geringe Abweichungen im Studienverlauf gibt. Wer sich an deutschen Hochschulen auskennt, weiß, dass Abweichungen eher die Regel und keine Ausnahmen sind.

Die aus der Bürokratisierung resultierende Überforderung bleibt letztlich an den Studierenden hängen, die für die Beseitigung von Fehlern in ihrem BASIS-Profil selbst verantwortlich sind.

Dann beginnt die schwierige Suche nach Verantwortlichen, an deren Ende immer der Gang zum Prüfungsamt steht. Zumindest an der Philosophischen Fakultät dauert aufgrund von Personalmangel eine Bearbeitung Wochen und Monate. Dann hat das nächste Semester längst begonnen und BASIS stellt die Studierenden vor neue Probleme.

Finanziert wurde die Entwicklung von BASIS aus Studienbeiträgen. Für die Studierenden bleibt zu hoffen, dass sich ihre Beiträge in einem Punkt gelohnt haben: Absolventen und Absolventinnen der Universität Bonn haben nicht nur eine akademische Ausbildung, sondern sind mit Sicherheit auch Master of BASIS-Administration. 

Von Studenten für Studenten

Mit Bonncampus 96,8 live on air

Es ist 7 Uhr morgens an einem verregneten Donnerstag. Draußen ist es noch dunkel und in Uninähe ist kein Student in Sicht. Nur im Keller der Sternwarte hört man schon Stimmen: „Noch drei, zwei, eins und wir sind live on air!“ Die Lampe über dem Radiostudio leuchtet rot, Xenia wirft noch einen letzten Blick auf ihr Skript und beginnt dann souverän, die Frühsendung zu moderieren – schon fast wie ein Profi.

In der Sternwarte erste Radioluft schnuppern

Rote Lampe im Studio

Die rote Lampe über dem Studio leuchtet: "Wir sind live on air." (Bild: Lisa Adrian)

Xenia Fischer gehört neben knapp fünfzig anderen Bonner Studenten zum Redaktionsteam des Radiosenders Bonncampus 96,8. Seit 2005 gibt es das Projekt an der Uni Bonn in Gemeinschaftsarbeit mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Es ist Spielwiese für Radiobegeisterte, Aus- und Weiterbildungsinstitut und ein Ort für ernsthaften Journalismus – Bonncampus 96,8 bietet Studenten mit und ohne Erfahrung im Radiogeschäft eine ideale Plattform, um erste Studioluft zu schnuppern, sich auszuprobieren und in einem kreativen Team mitzuarbeiten und dabei selbst aktiv zu werden.

„Man hat hier so viele Freiheiten, wie nirgendwo sonst.“

Annika Witzel in ihrem Element: Radio ist ihre Leidenschaft. (Bild: Lisa Adrian)

Diese Chance wollte sich auch Xenia nicht entgehen lassen und wurde 2010 Mitglied des Redaktionsteams. Mittlerweile leitet sie bereits eine eigene Rubrik und moderiert Sendungen, wie den „Frühstart“ und die Sendung „Treffpunkt Europa“. Besonders reizvoll an dem Projekt findet sie die Arbeit mit so vielen motivierten Studenten, die gemeinsam Spaß daran haben, Radio zu machen. So sieht es auch ihre Kollegin Annika Witzel, die nach drei Jahren bei Bonncampus 96,8 schon fast ein alter Hase im Radiogeschäft ist. „Man hat hier so viele Freiheiten, wie nirgendwo sonst“, sagt sie. „Auch Fehler zu machen, gehört dazu.“ Beim Campusradio geht es vor allem darum, etwas zu lernen und sich auf der „Spielwiese Radio“ auszutoben und dabei jede Menge Erfahrungen zu sammeln, die einem auch berufliche neue Türen öffnen können. Für Annika ein ganz wichtiger Punkt, denn dank ihrer Kenntnisse und Erfahrungen steht sie mittlerweile nicht nur in der Sternwarte vor dem Mikrofon, sondern als freie Mitarbeiterin auch gemeinsam mit den Profis von 1Live.

Moderieren geht über Studieren

Die Redaktion bei ihrer Arbeit im Studio. Quelle: bonncampus.fm (Facebook)

Moderieren geht über Studieren. Das Campusradio-Team bei der Arbeit. (Bild: bonncampus.fm)

Ronny Bittner ging es anfangs weniger um ein Karriere-Sprungbrett, als er zum ersten Mal das Studio betrat. Er wollte sich eigentlich nur einen Kindheitstraum erfüllen und ein Mal seine eigene Musiksendung moderieren. Doch das Radiogeschäft zog ihn in seinen Bann und seit 2009 ist er der Chefredakteur von Bonncampus 96,8. „Das ist fast schon ein Full-Time-Job“, sagt Ronny, der sich neben vielen administrativen Aufgaben, der Vor- und Nachbereitung der Redaktionssitzungen und dem Moderieren eigener Sendungen auch um die Ausbildung von Radio-Neulingen kümmert. „Wir selbst verstehen uns als Ausbildungsradio, das jedem möglichst viel Wissen und Übung ermöglichen möchte, um später mal im Berufsleben Fuß fassen zu können“, betont der Chefredakteur.

Studentennah und seriös – Zuhören lohnt sich

Doch auch für die Zuhörer bietet Bonncampus 96,8 Anreize. Seriöse Nachrichten- und Informationssendungen, abwechslungsreiche Themen rund um Kultur, Politik und Gesellschaft und Musik für viele Geschmacksrichtungen – all das bietet der Sender und bleibt dabei immer Studentennah. Bonncampus 96,8 ist nämlich vor allem eines: Ein Radio von Studenten für Studenten.

Etwas staubig, aber mit ganz viel Charme

Die alter Sternwarte

Die alte Sternwarte. Foto: http://www.medienblick-bonn.de

Klein, gemütlich und verträumt – die alte Sternwarte. Kaum ein Institut der Bonner Universität liegt so versteckt wie das für Sprach-, Medien- und Musikwissenschaft und kaum eines ist so klein wie dieses. Kennt man den Weg nicht, ist die Einfahrt an der Poppelsdorfer Allee leicht zu übersehen. Weiterlesen

Jobsuche hoch drei

Es ist Monatsende und der Gang zur Post gleicht einem Gang nach Canossa. Der Blick aufs Konto ist niederschmetternd, denn die Zahl vor dem Eurozeichen erinnert mich doch zu sehr an den aktuellen Spritpreis. Das Motto der kommenden Tage heißt also: Ein Hoch auf Tütensuppe, Tiefkühl-Lasagne und Instantkaffee, genau wie im letzten Monat und in denen davor. Mir wird schmerzlich bewusst, so geht es nicht weiter. Ein Job muss her, und zwar schnell.

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Von der ULB aus schaut man direkt auf die Rheinpromenade / Foto: MK

Lernen mit Rheinblick

Pünktlich um 8.00 Uhr öffnet die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn (ULB) ihre Pforten. Selbst am Wochenende besteht die Möglichkeit bis tief in die Nacht zu recherchieren, zu schreiben und zu lesen. Ob in Gruppen oder allein: Hier begegnet man Studierenden von A bis Z. Von Agrarwissenschaftlern über Germanisten bis hin zu Zahnmedizinern. Doch hier ist man nicht nur von Gesetzestexten und Anatomiebüchern umgeben – hier befindet man sich direkt am Rhein. Weiterlesen